An den Bettelstab kommen

An den Bettelstab kommen
An den Bettelstab kommen; jemanden an den Bettelstab bringen
 
Mit dem heute nur noch in den beiden Wendungen gebräuchlichen Wort »Bettelstab« ist der Stab des Bettlers gemeint, der Stock, auf den sich ein kranker oder alter Mensch beim Betteln stützte, wenn er seinen Lebensunterhalt nicht mehr durch Arbeit bestreiten konnte. Wer an den Bettelstab kommt, ist völlig verarmt: Als Viehzüchter war er durch den Rinderwahnsinn nahezu an den Bettelstab gekommen. - Wird jemand an den Bettelstab gebracht, dann wird er wirtschaftlich völlig ruiniert: Seine Spielleidenschaft hatte ihn an den Bettelstab gebracht.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • jemanden an den Bettelstab bringen — An den Bettelstab kommen; jemanden an den Bettelstab bringen   Mit dem heute nur noch in den beiden Wendungen gebräuchlichen Wort »Bettelstab« ist der Stab des Bettlers gemeint, der Stock, auf den sich ein kranker oder alter Mensch beim Betteln… …   Universal-Lexikon

  • Bettelstab — 1. Bettelstab nährt, Buchstab verzehrt. 2. Bettelstab und Bischofsstab sind aus Einem Holze. 3. Das Schifflein Bettelstab zerschellt, wenn s an des Geizes Felsen fällt. (Tamul.) 4. Wem der Bettelstab in der Hand erwarmt, der thut nicht mehr gut… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Bettelstab — An den Bettelstab geraten: verarmen, keine Reserven mehr haben. Die Wendung stammt aus der Zeit, als es noch keine Sozialhilfe gab. Heute wird sie meist im übertragenen Sinne gebraucht. Wenn z.B. jemand zu verschwenderisch mit seinem Geld umgeht …   Das Wörterbuch der Idiome

  • Bettelstab, der — Der Bêttelstab, des es, plur. car. figürlich, der Stand und das Leben eines Bettlers; doch nur in den Redensarten an den Bettelstab kommen, oder gerathen. Einen an den Bettelstab bringen, ihn zum Bettler machen …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Bettelstab — Bẹt·tel·stab der; geschr, nur in 1 jemanden an den Bettelstab bringen jemanden finanziell ruinieren 2 an den Bettelstab kommen sehr arm werden …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Bettelstab — Bẹt|tel|stab 〈m. 1u; unz.; sinnbildl. für〉 Verarmung ● dein Leichtsinn, deine Verschwendungssucht wird dich noch an den Bettelstab bringen * * * Bẹt|tel|stab, der: in den Wendungen jmdn. an den B. bringen (jmdn. finanziell ruinieren: seine… …   Universal-Lexikon

  • Stab — Der Stab hat verschiedene Bedeutungen und Funktionen; so bezeichnet er mittelhochdeutsch das Steckenpferd der Kinder: ›ûf einem stabe rîten‹ dient hier zur Bezeichnung der Kindheit:{{ppd}} {{ppd}}    der ich gedienet hân mit staetekeit{{ppd}}… …   Das Wörterbuch der Idiome

  • An — Án, eine Präposition, welche überhaupt die Bedeutungen der Partikeln in und nahe in sich vereinigt, und so wohl mit der dritten, als mit der vierten Endung gebraucht wird. I. Mit der dritten Endung, oder dem Dative, wird sie gebraucht, einen Ort …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • verarmen — arm werden, in Not geraten, sein Vermögen verlieren; (geh., sonst marx.): verelenden; (veraltend): an den Bettelstab kommen, von den Federn aufs Stroh kommen. * * * verarmen:armwerden·inArmutgeraten·verelenden·andenBettelstabkommen… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Gott — 1. Ach du grosser Gott, was lässt du für kleine Kartoffeln wachsen! – Frischbier2, 1334. 2. Ach Gott, ach Gott, seggt Leidig s Lott, all Jahr e Kind on kein Mann! (Insterburg.) – Frischbier2, 1335. 3. Ach, du lieber Gott, gib unserm Herrn ein n… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

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